Am Flugplatz der Stadt Bayreuth ist ein noch präziserer GPS Anflug durch die Deutsche Flugsicherung – DFS eingerichtet worden. Das neue Anflugverfahren mit der Bezeichnung LPV ermöglicht damit Anflugminima ähnlich wie beim konventionellen Instrumentenlandesystem ILS. In Bayreuth sank dadurch die Entscheidungshöhe (hier muss der Pilot den Flugplatz sehen, ansonsten durchstarten) auf 250 ft über Grund.
So kann auch bei starker Bewölkung am Verkehrslandeplatz Bayreuth nach Instrumentenregeln zuverlässig gelandet werden.
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Grundlage für die Entwicklung dieses innovativen LPV Anflugverfahrens ist SBAS (Satellite Based Augmentation System). Dabei handelt es sich um satellitenbasierte Ergänzungssysteme, die vorhandene Satellitennavigationssysteme insbesondere GPS oder allgemein GNSS unterstützen.
EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service), das europäische SBAS-System, steigert regional begrenzt die Positionsgenauigkeit von GPS von 10 bis 20 Metern auf 1 bis 3 Meter und kann somit erheblich zur Sicherheitssteigerung beitragen.
Mittels SBAS werden Anflugverfahren ähnlich dem ILS-Verfahren implementiert, ohne auf bodenseitige Infrastruktur angewiesen zu sein, deren Anschaffung allein im 6-stelligen Bereich liegt und weitere kostenintensive Unterhaltskosten nach sich zieht.
Das heißt konkret, die Einrichtung dieses LPV-Verfahrens ist in der Bereitstellung und im Unterhalt für die Stadt Bayreuth kostenfrei.