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Neuer Name, neues Gesicht, aber nach wie vor lebendiges und spannendes Theater: "Theater auf Touren" bringt frischen Wind in das bisherige Herbstabonnement. Im Herbst 2013 bietet das Kulturamt der Stadt Bayreuth eine unterhaltsame und spannende Zusammenstellung von Theatergastspielen. Vier Schauspiele und eine Opernaufführung laden zum Besuch ein. Der Vorverkauf für das Abo beginnt am 1. Juni 2013.
Nach wie vor gibt es die Möglichkeit, über den Bezug eines Abos etwa 20 Prozent zu sparen. Schüler und Studenten erhalten beim Kauf von Einzelkarten sogar 50 Prozent Ermäßigung.
So sieht das Programm von "Theater auf Touren" 2013 aus:
Freitag,
18.10.2013, 20 Uhr:
MEDEA
von Seneca
Junges Schauspiel Ensemble München
Freitag, 25.10.2013, 20 Uhr:
ROMEO UND JULIA
von William Shakespeare
Shakespeare Company Berlin
Dienstag, 12.11.2013, 20 Uhr:
IPHIGENIE AUF TAURIS
von Johann Wolfgang von Goethe
Westfälisches Landestheater
Dienstag, 26.11.2013, 20 Uhr:
WOYZECK
von Georg Büchner
Theater an der Ruhr
Dienstag, 19.11.2013, 20 Uhr:
EIN MASKENBALL
Oper in drei Akten von Guiseppe Verdi
Landestheater Coburg
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Kartenvorverkauf:
geöffnet: |
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von Seneca
Freitag, 18.10.2013, 20 Uhr, Stadthalle Bayreuth
JUNGES SCHAUSPIEL ENSEMBLE MÜNCHEN
Eine Tragödie von unerbittlicher Wucht nimmt ihren Lauf: Medea hat
ihre Heimat, ihre Familie verlassen und ihre Privilegien als Königstochter abgetreten. Doch ihre Liebe zu Jason treibt sie noch weiter, sie tötet auf der Flucht sogar ihren eigenen
Bruder. Jason ist aber ihre Liebe allein nicht genug, er will Macht, wurde er doch durch Pelias um den väterlichen Thron betrogen. So verrät er die Liebe und Medea, um die korinthische
Königstochter Creusa zu heiraten. Eine fatale Entscheidung, die die verlassene und enttäuschte Medea auf einen grausamen Rachefeldzug verfallen lässt. Ihre Betrüger sollen die
gleichen Schmerzen erleiden wie sie selbst. Am Ende sind nicht nur Creusa und deren Vater tot. Um Jason zu treffen, bringt Medea die eigenen beiden Kinder um und setzt die ganze Stadt in
Brand.
Seneca der Jüngere schrieb 500 Jahre nach der griechischen Fassung von Euripides eine lateinische Version dieser verstörenden Geschichte, die das Junge Schauspiel Ensemble München
in einer Neuübersetzung von Udo Segerer zeigt.
von William Shakespeare
Freitag, 25.10.2013, 20 Uhr, Stadthalle Bayreuth
SHAKESPEARE COMPANY BERLIN
William Shakespeare hat in seiner wohl bekanntesten
Tragödie zwei unglücklich Liebenden zur Unsterblichkeit verholfen. Romeo und Julia, diese beiden Namen stehen fast schon sprichwörtlich für eine Liebe ohne Zukunft, die bis
zum Äußersten geht. Als sich die Beiden nach der Hochzeitsnacht trennen müssen, willigt Romeo ein, mit Julia sterben zu wollen. Am Ende stehen zwei verfeindete Familien
fassungslos vor ihren toten Kindern und müssen ihre Mitschuld an diesem Drama erkennen.
Die Shakespeare Company Berlin, die 2012 das Publikum mit dem Sommernachtstraum begeistert hat, verwirklicht ihren Anspruch, Shakespeare nicht nur zu spielen, sondern ihn „zu atmen und zu
leben“. Die Geschichte von Romeo und Julia wird gleichzeitig modern und so authentisch wie möglich präsentiert. Angelehnt an das elisabethanische Theater erzählt das Ensemble
das Drama um die Montagues und Capulets mit wenigen Requisiten und prachtvollen Kostümen, um die Phantasie des Publikums allein durch Spiel, Musik und Sprachkunst anzuregen und zu
unterhalten.
von Johann Wolfgang von Goethe
Dienstag, 12. November 2013, 20 Uhr, Stadthalle Bayreuth
WESTFÄLISCHES LANDESTHEATER
Iphigenie fühlt sich hin und her gerissen. Ihr ganzes geordnetes Leben als Priesterin der Diana neigt sich dem Ende entgegen und jede Sicherheit ist verloren. Da ist auf der einen
Seite Thoas, der König, der ihr das Leben schenkte und sie begehrt. Doch nun wurden an der Küste zwei Männer gefangen genommen, die nach altem Brauch der Diana geopfert werden
sollen. Es sind Iphigenies Bruder Orest und sein Freund Pylades, die sie auf Geheiß des Königs töten soll. Muss Iphigenie ihre vom Schicksal auferlegten Pflichten erfüllen
oder darf sie ihrer Sehnsucht folgen und sich als Individuum bewähren?
Goethes Versdrama nach der Vorlage von Euripides ist ein Schlüsselstück des klassischen Humanitätsideals. Im Mittelpunkt steht die Wandlung seiner Heldin, die sich von einem
pflichtbewussten Mädchen zu einer Persönlichkeit entwickelt, die selbstbewusst Entscheidungen fällt und Verantwortung für ihr Handeln übernimmt.
Goethe brachte den Iphigenie-Stoff 1787 in Rom in die endgültige Fassung. Die Italien-Reise hatte seine innere Unruhe und Unzufriedenheit bekämpft und ihn zu sich selbst finden lassen.
von Georg Büchner
Dienstag, 26.11.2013, 20 Uhr, Stadthalle Bayreuth
THEATER AN DER RUHR
Wenn
Woyzeck zu seinem Hauptmann sagt: „Es ist viel möglich. Der Mensch! Es ist viel möglich.“, dann hat dies mit der Realität der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts nichts
zu tun. Zu der Zeit, in der der historische Woyzeck im August 1824 hingerichtet wurde, war kaum etwas möglich. Die Verhaltensweisen der neuen bürgerlichen Klasse waren streng
reglementiert, jede Abweichung wurde geächtet und für die Betroffenen zum Stigma. Die Hinrichtung hatte allerdings „Event“-Charakter und wurde zum Spektakel für die
aufstrebende Leipziger Bürgerschaft.
Zwölf Jahre später hat Georg Büchner für sein Drama diesen Fall aufgegriffen. Er seziert das Verhalten der Bürger mikroskopisch und entdeckt mit Schrecken die Groteske
der Welt. Das Theater an der Ruhr nennt seine Inszenierung zur Recht „einen musikalischen Fall“: ein achtköpfiges Blas- und Streichorchester, gebildet aus den episodenhaft
auftretenden Nebenfiguren des Stücks, sitzt und steht im Hintergrund der Bühne und „untermalt“ das Geschehen.
Oper in drei Akten von Guiseppe Verdi
Dienstag, 19.11.2013, 20 Uhr, Stadthalle Bayreuth
LANDESTHEATER COBURG
Nicht nur Richard Wagner wurde 1813 geboren, auch Giuseppe Verdi hat in diesem Jahr das Licht der Welt erblickt. Den 200. Geburtstag nimmt das Landestheater Coburg zum Anlass Verdis
bekanntes Meisterwerk „Ein Maskenball“ aufzuführen. Eigentlich wollte Giuseppe Verdi seine lange geplante Oper nach Shakespeares „King Lear“ schreiben, aber das
Schicksal hatte andere Pläne. So wandte er sich im Jahr 1858 einem bereits vorhandenen Opernlibretto zu, das von dem schillernden Lebenswandel und der spektakulären Ermordung des
schwedischen Königs Gustav III. erzählt.
Dämonisches und Heiteres treffen hier aufeinander, Verschwörer planen ein Komplott und eine Wahrsagerin beschwört Unheil herauf – oder warnt sie nur davor? Freiheitsdrang
vermengt sich mit privaten Konfl ikten, ohne dass sich Niedertracht und Edelmut eindeutig zuordnen ließen. Verdi wurde durch „Der Maskenball“ zum Symbol der nationalen
Befreiung, als nach zähem Ringen mit der Zensur wegen des Herrschermordes die Oper 1859 in Rom uraufgeführt werden konnte
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