Integrationsbeauftragter
Aufgabe des Integrationsbeauftragten der Stadt Bayreuth ist es, den neu nach Bayreuth kommenden sowie den bereits hier lebenden Spätaussiedlern und Ausländern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
|
|
||
|
Stadt Bayreuth - Amt für Integration |
||
|
|
|
Die Stadt Bayreuth geht bei ihrer Integrationspolitik organisatorisch und konzeptionell neue Wege: 2007 hat Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl im Rathaus neu ein Amt für Integration geschaffen. Es wird geleitet vom langjährigen städtischen Aussiedlerbeauftragten Oberamtsrat Gerhard Eggert. Die Stadt Bayreuth hat damit eine Vorreiterrolle in Oberfranken übernommen!
"Die erfolgreiche und schnelle Integration von Spätaussiedlern und Ausländern war seit jeher eines der vorrangigen Ziele der Stadt", betont Oberbürgermeister Dr. Hohl. Mit der Bestellung einer Ausländerbeauftragten und eines Aussiedlerbeauftragten habe man daher bereits vor Jahren erste personelle Weichen gestellt. Dieser Ansatz wird nun durch die Errichtung des neues Amtes weiter vertieft. Als gesamtstädtische Querschnittsaufgabe ist der Bereich der Integration Chefsache und liegt somit im unmittelbaren Zuständigkeitsbereich des Oberbürgermeisters.
Unter Federführung der neuen städtischen Dienststelle wird derzeit im Dialog mit jenen Institutionen, die sich in Bayreuth mit der Integrationsarbeit befassen, ein neues städtisches Eingliederungskonzept erarbeitet. Dabei gilt es, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln und durch neue Angebote zu optimieren. Die Pflege bereits bestehender Netzwerke und ihr weiterer Ausbau hat hierbei oberste Priorität.
Besonders annehmen will sich das neue Amt für Integration der besseren Eingliederung von Kindern und Jugendlichen, der interkulturellen Öffnung der Verwaltung und der wirksamen Nutzung des Potentials unserer Bürger mit Migrationshintergrund.
Inzwischen wurde in Regie des Integrationsamtes eine Steuerungsgruppe gebildet, die sich aus Vertretern des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Regierung von Oberfranken, des Caritas-Verbandes Bayreuth, der Universität Bayreuth und des Vereins Horizonte zusammensetzt und in der auch die städtische Ausländerbeauftragte vertreten ist. Die Steuerungsgruppe hat auf der Grundlage des Nationalen Integrationsplans wichtige Handlungsfelder und zentrale Themen für das entstehende Integrationskonzept definiert.
Handlungsfelder des Integrationskonzeptes
Entsprechend den Handlungsfeldern wurden vier Arbeitsgruppen gebildet. Im Rahmen der
Erarbeitung des Integrationskonzeptes hat die Steuerungsgruppe unter Mitarbeit der Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen die Handlungsfelder beschrieben, Leitlinien erarbeitet und die Ziele der
weiteren Verfahrensarbeit festgesetzt. Unter anderem wurde in sämtlichen Bereichen eine Bestandsaufnahme vorgenommen und eine Informationsbroschüre für Sprach- und Bildungsangebote [4] herausgegeben.
Wissenschaftliche Unterstützung
Die Erstellung des Integrationskonzeptes wird vom Lehrstuhl für Sozial- und Bevölkerungsgeographie der Universität Bayreuth wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse von zwei
Fragenbogenaktionen fließen in das städtischen Eingleiderungskonzept mit ein.
Außerdem kooperiert das Amt für Integration mit der Universität Southhampton/Großbritannien im Rahmen des Forschungsprojektes "Searching for Neighbours". Das Forschungsprojekt der Europäischen Union untersucht die Bedeutung territorialer und mentaler Grenzen in multikulturellen EU-Regionen.