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Am 21. März: Equal Pay Day in Bayreuth

Städtische Gleichstellungsbeauftragte lädt zu einer Info-Veranstaltung auf dem Stadtparkett ein

19.03.14

Am kommenden Freitag, 21. März, ist Equal Pay Day (EPD). Der Tag markiert den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um rechnerisch auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Hintergrund der Aktion sind Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, die in Deutschland laut Statistischem Bundesamt seit Jahren nahezu unverändert bei 22 Prozent liegen. Umgerechnet entspricht diese Zahl etwa 80 Tagen.

Im Fokus der diesjährigen Kampagne stehen Minijobs und Teilzeitarbeit als häufige Beschäftigungsformen von Frauen nach der Erwerbspause. Sie gelten als wichtige Ursachen sowohl für die geschlechtsspezifische Lohnlücke als auch für die spätere Rentenlücke von rund 60 Prozent.

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, findet am Freitag, 21. März, um 12 Uhr, auf dem Stadtparkett eine Info-Veranstaltung unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bayreuth, Irene Münch, statt. Teilnehmerinnen und Interessentinnen werden gebeten, eine rote Tasche als Symbol für die roten Zahlen in den Geldbeuteln der Frauen mitzubringen. Der Equal Pay Day wurde in Deutschland erstmals im Jahr 2008 auf Initiative des Internationalen Frauenvereins „Business and Professional Women“ (BPW) durchgeführt und wird inzwischen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Ziel der Kampagne 2014 ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ein Wiedereinstieg nach längeren Erwerbsunterbrechungen in Minijobs oder Teilzeit nicht nur Spuren in der individuellen Erwerbsbiografie hinterlassen, sondern ihre starke Verbreitung auch ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt, weil wertvolle weibliche Qualifikationen für den Arbeitsmarkt ungenutzt bleiben. "Es kann nicht gewollt sein, dass vor allem Frauen mit Familienverantwortung einen Wiedereinstieg häufig nur im nicht existenzsichernden Niedriglohnsektor schaffen", so Henrike von Platen, Präsidentin des BPW Germany.

Die städtische Gleichstellungsbeauftragte