Deutsch English Italiano Francais Chinese Czech Polski
Schriftgröße kleinste Schriftgröße auswählen kleinste Schriftgröße auswählen kleinste Schriftgröße auswählen kleinste Schriftgröße auswählen

Textseite für Sehbehinderte

Seite vorlesen


Goldener Ehrenring der Stadt für vier Altstadträte  vorlesen

Die ausgeschiedenen Stadtratsmitglieder Karin Heimler, Walter Nadler, Gerhard Gollner und Wolfgang Kern bringen es zusammen auf 132 Jahre Lokalpolitik

30.05.14

Sie bringen es zusammen auf 132 Jahre lokalpolitisches Engagement für Bayreuth: Bei einer Feierstunde im Neuen Rathaus wurden jetzt die Ende April aus dem Stadtrat ausgeschiedenen langjährigen Mitglieder und Altstadträte Karin Heimler, Walter Nadler, Gerhard Gollner und Wolfgang Kern von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt ausgezeichnet.

"Ich denke, dies ist eine ganz besondere Feierstunde, wir ehren heute vier ungewöhnlich erfolgreiche Persönlichkeiten der Bayreuther Kommunalpolitik", so die Oberbürgermeisterin in ihrer Laudatio.

1

Die Altstadträte Gerhard Gollner, Walter Nadler, Karin Heimler und Wolfgang Kern (von links) haben bei einer Feierstunde im Rathaus von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe den Goldenen Ehrenring der Stadt Bayreuth verliehen bekommen.

Karin Heimler war 42 Jahre lang Mitglied des Gremiums, Walter Nadler bringt es auf 36 Jahre, Gerd Gollner auf 30 Jahre und Wolfgang Kern auf 24 Jahre. Für diesen Einsatz für die Stadt und ihre Menschen dankte Merk-Erbe den vier neuen Ehrenring-Trägern herzlich. Jeder von ihnen habe die jüngere Stadtgeschichte auf seine Weise, jeder in seinem Gebiet und bei allen politischen Unterschieden dennoch gemeinsam über viele Jahre mitgeprägt. "Ihr Wirken in der Stadt hat Spuren hinterlassen."

Karin Heimler gehörte dem Stadtrat über 42 Jahre hinweg an. Damit ist sie zusammen mit Walter Demel das am längsten amtierende Bayreuther Stadtratsmitglied überhaupt. Ein besonderes Augenmerk ihrer kommunalpolitischen Arbeit galt den Bereichen Jugend, Schule, Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung. In einer ganzen Reihe von Ausschüssen, Kommissionen und sonstigen Gremien war sie Mitglied und hat sich unter anderem als Pflegerin der Grund- und Mittelschule St. Georgen engagiert. Heimlers politische Heimat ist die SPD, der sie 1968 beitrat. Die Oberbürgermeisterin bescheinigte ihr ein ausgeprägtes Engagement gerade für die Sorgen und Nöte sozial benachteiligter Menschen.   

Walter Nadler bezeichnete die Oberbürgermeisterin als einen Politiker mit Herz. "Er weiß, wo den Menschen der Schuh drückt."  Seine Wahlergebnisse nicht nur für den Landtag, sondern eben auch für den Stadtrat, dem er 36 Jahre angehörte, bestätigten diese Analyse in eindrucksvoller Weise. Nadler zog 1978 erstmals für die CSU in den Stadtrat ein, deren Fraktion er in den Jahren 1990 bis 1996 führte. Zu den Schwerpunkten seiner Stadtratsarbeit gehörten die Bereiche Jugend, Schulen, die Kultur, das Personalwesen sowie  Stadtentwicklung und Umwelt. "Engagiert haben Sie sich zudem in erheblichem Maße für die Partnerschaft mit dem Burgenland und zählen zu deren Gründungsvätern", unterstrich Merk-Erbe.

Gerhard Gollner gehörte dem Stadtrat als Mitglied der Bayreuther Gemeinschaft (BG) seit 1984 an. Über viele Jahre hinweg war er stellvertretender BG-Fraktionsvorsitzender. Zu seinen Aufgabengebieten gehörten unter anderem die Kultur, der Schul- und Jugendbereich, der Sport sowie die Gesellschaften der Stadtwerke Bayreuth. Mit Gollners Name ist der Bau der Dreifachturnhalle verbunden, über 30 Jahre lang war er Organisator von Sportveranstaltungen, Sportpfleger, Mitglied des Sportkuratoriums und Unterstützer vieler Vereine. Besonders am Herzen lag und liegt ihm die Partnerschaft mit Rudolstadt.

Wolfgang Kern schließlich wurde 1990 erstmals für die SPD, der er über 50 Jahre angehörte, in den Stadtrat gewählt. 10 Jahre lang repräsentierte er die Stadt Bayreuth als 3. Bürgermeister. Außerdem führte er die SPD-Stadtratsfraktion von 2002 bis 2011. Kern war in einer Vielzahl von Ausschüssen, Kommissionen und sonstigen Gremien kommunalpolitisch tätig. Seine Schwerpunkte waren Themen der Wirtschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Stadtentwicklung, die Innenstadtgestaltung, das Sozial- und Gesundheitswesen, die Kultur und der Sport. Zu den wichtigen Einzelthemen, für die sich Kern besonders engagierte, gehört seit Jahren der Umbau und die Sanierung der Stadthalle. Eine besondere Verbindung pflegte er zur französischen Partnerstadt Annecy. Ende November 2013 schied Kern aus der SPD-Fraktion aus und gehörte dem Stadtrat bis zu seinem Ausscheiden als parteiloses Mitglied der Stadtratsfraktion FDP/JB an.

Die Träger des Goldenen Ehrenrings der Stadt Bayreuth im Überblick


zurück zur Übersicht