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Selbst erzeugter Strom für 1.700 Haushalte vorlesen

BEW baut großes Blockheizkraftwerk und modernisiert Fernwärmenetz

23.03.14

Mehr Effizienz ist eine Schlüsselstrategie der Energiewende, eine andere mehr Erzeugung aus regionalen, erneuerbaren Quellen. Beide verfolgt die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH (BEW) mit der neuen Heizzentrale an der Kolpingstraße, deren Bau jetzt begonnen wurde.

Für die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ist das Projekt ein Meilenstein auf dem Weg in eine umweltgerechte und klimaschonende Energieversorgung der Wagnerstadt. „Die Energiewende muss vor allem vor Ort umgesetzt werden“, so Merk-Erbe, „denn ihr Kern ist Dezentralität.“ Umso begrüßenswerter sei das Engagement der BEW, die das neue Heizwerk beispielhaft beweise.

Das Herzstück der neuen Heizzentrale ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von 1,2 Megawatt, was der Power einer großen Windkraftanlage entspricht. Rund 1.700 Vier-Personen-Haushalte können mit dem ökologisch erzeugten Strom versorgt werden. Die parallel produzierte Wärme reicht für etwa 200 Haushalte. Dank neuester Technik ist der Wirkungsgrad sehr hoch. Zudem wird die Energie vor Ort verbraucht, es fallen also kaum Leitungsverluste an.

Fernwärmenetz wird größer und moderner

Darüber hinaus erweitert und modernisiert die BEW auch das zum Heizwerk gehörende Fernwärmenetz. Zum einen wird ein Teil der bereits bestehenden Leitungen ausgetauscht, um vom Dampfbetrieb auf den verlustärmeren Heizwasserbetrieb umstellen zu können. Zum anderen wächst das Netz in Richtung Innenstadt, sodass neue Kunden die Chance zum Anschluss erhalten.

Das BHKW soll bis Ende 2014 ans Netz gehen, das Gesamtprojekt bis Anfang 2015 abgeschlossen sein. Als Energieträger wird die BEW regenerativ erzeugtes Biomethan einsetzen. Auf diese Weise wird mehr Effizienz mit der Verwendung erneuerbarer Ressourcen verbunden. „Wir schlagen sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe“, freut sich BEW-Geschäftsführer Jürgen Bayer. Das ambitionierte Projekt sei innovativ, langfristig gedacht, wirtschaftlich sinnvoll und ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklung, ergänzt Merk-Erbe.

Bitte um Verständnis für Sperrungen

Nicht umgehen lassen sich laut Merk-Erbe und Bayer Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs. Die Wölfelstraße wurde bereits vom Hohenzollernring bis zur Alexanderstraße gesperrt. Ab Ende April und bis Mitte August wird zwischen Josephsplatz und Telemannstraße pro Fahrtrichtung eine Fahrspur des Hohenzollernrings gesperrt. Und ab ca. 15. August wird es eine etwa dreiwöchige Vollsperrung des Hohenzollernrings vom Josephsplatz bis vor die Kreuzung mit Bahnhofstraße und Luitpoldplatz geben.

Anwohner und andere Betroffene bittet die BEW um Verständnis für die nicht vermeidbaren Unannehmlichkeiten. Ohne große Baumaßnahmen sei der Weg in eine nachhaltige Energiezukunft kaum realisierbar, sagt Bayer. „Zudem muss man richtig Geld in die Hand nehmen, das aber gut angelegt ist.“ In die neue Heizzentrale und das Fernwärmenetz investiert die BEW rund fünf Millionen Euro.


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